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Was in der Zeit vor Joses Tod geschah und weshalb ich keinen anderen Ausweg mehr sah ...

Aktualisiert: 7. Juni 2020



Weil es immer wieder Menschen gibt, die auf der Basis von deutlich zu wenig Informationen zur Vorgeschichte von Jose und mir, öffentlich Interpretationen und Schuldzuweisungen tätigen, hier eine grobe Zusammenfassung der tatsächlichen Ereignisse, in den Tagen und Wochen vor seinem Suizid.


Was mir immer wieder vorgeworfen wird, ist die Tatsache, dass ich nach Berlin gefahren bin, um Party zu machen. Es wird so dargestellt, als dass Jose sich in Lebensgefahr befunden hat und ich entschieden habe, ihn schutzlos zurückzulassen, um feiern zu gehen. Nachfolgend meine Perspektive.


.... In den zweieinhalb Jahren in denen ich mit Jose zusammen war, glich fast jeder Tag einer emotionalen Achterbahn, weil es frühzeitig deutlich war, dass er unter Depressionen litt. Die Dramatik und das Ausmaß seiner Depressionen, war mir sehr schnell klar, weil ich selbst unter starken Depressionen gelitten hatte und bereits einen Suizidversuch unternommen hatte. Ich wusste, was auf ihn und mich zukommen würde, wenn er sich nicht behandeln lässt.


Eine adäquate Behandlung wurde von Jose konsequent abgelehnt. Ich habe ihm zwei Therapeuten besorgt, die ihn aufgrund der Dringlichkeit angenommen hatten. Das ging zum Teil nur deshalb, weil ich meine eigenen Therapiestunden für Jose geopfert habe und mitunter wochenlang, ohne eigene Behandlung war. In dieser Monaten habe ich mehrfach Brandbriefe an die Therapeuten geschrieben, weil ich wusste, dass sich das Blatt schneller wenden wird, als wir schauen können. Nachdem die Therapeuten Jose mit meinen Briefen konfrontiert haben, war am Abend zu Hause die Hölle los. Wieder und wieder hörte ich von Jose nichts anderes, als dass ich ihn „am Arsch lecken“ könnte und ich nicht ständig so einen Bohai machen soll. Er hätte schon seit er 16 Jahre alt ist Suizidgedanken und bis dahin sei immer alles gut gegangen. Gleichzeitig hat er aber auch davon erzählt, dass er sich in seiner Exbeziehung, zwei Mal in einem Oberitalienischen See versucht hat zu ertränken und mitten in der Nacht von der Rettung aus dem Wasser gezogen wurde. Das alles blieb folgenlos und er lebte einfach sein Leben weiter. Was ich fast jede Woche, drei mal zu hören bekam war der Satz: Ach weißt Du Schatz, so alt will ich doch gar nicht werden.“ Die Therapeuten, beide bestätigten mir in sehr vielen Telefonaten, dass Jose in den Therapiestunden immer wieder die selben Geschichten erzählt hat und nichts darauf hingedeutet hätte, dass die Gefahr bestand, dass er sich was