ga('send', 'social', 'Twitter', 'like', 'https://twitter.com/FootpathofLife'); ga('send', 'social', 'Youtube', 'like', 'https://www.youtube.com/channel/UCvM_KH22HGab73HeRmUKgxA');
 

Wie kann man Freunden in suizidalen Krisen helfen?


Freunde sind mitunter die wichtigsten Menschen in unserem Leben. Sie wissen in der Regel mehr von uns, als das restliche Umfeld und manchmal kennen Sie uns sogar besser, als unsere Eltern. Wenn es uns nicht gut geht wenden wir uns an Freunde und nicht selten sind sie so eine Art Rettungsleine, wenn es uns so richtig dreckig geht. Aber wisst Ihr auch, wie man sich verhalten kann, wenn eine Freundin oder ein Freund Suizidgedanken äußert? Nachfolgend einige Tipps.

1. Anzeichen und Warnsignale erkennen

Nur selten kann man auch den besten Freunden in den Kopf sehen. Deshalb sind suizidale Gedanken auch nicht sofort erkennbar. Wenn der Gegenüber nicht darüber redet, gehen Warnhinweise unter. Vor allem dann, wenn man die Signale nicht kennt. Erst wenn die Verhaltensmuster extrem werden, fällt es uns auf und dann reagieren wir aus Unkenntnis nicht wirklich vorteilhaft. „Der oder die ist so komisch und geht ja auch nicht mehr ans Telefon, deshalb sehen wir uns auch nicht mehr“, ist eine der gängigen Reaktionen. Man fühlt sich irgendwie vor den Kopf gestoßen, fallen gelassen und ist wütend auf das Schwinden der Freundschaft. Die Gründe hierfür werden oft nicht hinterfragt. Im Falle von Depressionen ist der Rückzug ein Alarmsignal und Folge der Krankheit und keineswegs ein Signal, das zum Ausdruck bringen soll: „du bist doof“. Nachfolgen eine Auflistung an Warnsignalen, die hellhörig machen sollte, und die helfen kann zu erkennen, ob Hilfe gebraucht wird:

Die Freundin oder der Freund:

• macht über die meiste Zeit hinweg einen traurigen und deprimierten Eindruck. (Depressionen sind der Hauptgrund für Suizide)

• redet plötzlich immer öfter über den Tod und fragt sich, wie es wohl sei zu sterben. Auch Suizid-Phantasien oder konkrete Vorgehensweisen, werden geäußert.

• googelt nach Themen, die mit Suiziden in Verbindung stehen oder sucht nach „schmerzfreien Suizidmöglichkeiten“.

• igelt sich mehr und mehr ein, bis es schließlich fast gänzlich zu einem Rückzug aus dem kompletten Freundes- und Familienkreis gekommen ist.

• äußert Gefühle der Hoffnungs- und Hilflosigkeit.

• leidet unter starken emotionalen Schwankungen. Besonders plötzlich auftretender Zorn und heftige Wutausbrüche zeigen an, dass etwas nicht in Ordnung ist. Aber auch der Wechsel von extrem euphorischen Stimmungen, hin zu extremer Niedergeschlagenheit, sollten Anlass zur Sorge geben.

• beklagt zunehmend die Ausweglosigkeit bestimmter Situationen und äußert immer weniger Hoffnung, die Sache doch noch auf die Reihe zu bekommen.

• Missbrauch von Drogen oder Alkohol (Vor allem dann, wenn weder das Eine noch das Andere in der Vergangenheit eine Rolle gespielt haben).

• gravierende Persönlichkeitsveränderung aufweist.