PRESSE

21.06.2018
Jugendmagazin move36 - Rubrik: wir müssen reden
Von einem der auszog um Erinnerung zu pflanzen
von Mariana Friedrich 

HR / Engel fragt: Warum werfen sich Menschen vor den Zug

"Das Geräusch, wie die Knochen zerbersten, vergesse ich nie", sagt Lokführer Meinhard Bahr, der bereits zwei Mal einen Menschen überfuhr. Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist der wohl bekannteste Deutsche, der seinem Leben ein Ende setzte, indem er sich vor den Zug legte. Insgesamt töten sich in Deutschland jedes Jahr etwa 10.000 Menschen. Das sind fast dreimal so viele, wie durch Verkehrsunfälle sterben. Der Großteil erhängt sich, der "Schienentod" ist die fünfthäufigste Todesursache. 

Trees of Memory und Mario Dieringer sind Bestandteil dieser Sendung. 

Vielen Dank an Philipp Engel für den tollen Beitrag. 

  • BR Fernsehen

  • 08.05.2019, 19:00 Uhr

  • 29 Min

  • Online bis 07.05.2020 Warum

     

Jährlich sterben in Deutschland etwa 11.000 Menschen durch Suizid. Man geht davon aus, dass sich etwa zehn- bis vierzigmal so viele Suizidversuche ereignen. Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen unter 25 Jahren.

Jährlich sterben in Deutschland etwa 11.000 Menschen durch Suizid. Man geht davon aus, dass sich etwa zehn- bis vierzigmal so viele Suizidversuche ereignen. Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen unter 25 Jahren. Hinter jeder dieser Zahl steht eine Geschichte - wie die von Mario Dieringer. Er ist 46 Jahre, nach außen erfolgreich und lebensfroh, doch er leidet an Depressionen und versucht sich 2014 mit einer Überdosis Tabletten das Leben zu nehmen. Mario wird gerettet, muss aber zwei Jahre später selbst miterleben, dass für seinen Freund jede Hilfe zu spät kommt. An Ostern 2016 nimmt sich sein Partner das Leben. Seither kämpft Mario Dieringer darum, dass man über Suizid spricht. Er hat das Projekt "Trees of Memory" gestartet und pflanzt zum Gedenken an Verstorbene und die, die sie zurückgelassen haben, Bäume der Erinnerung. Er will Hinterbliebenen auf diese Weise Unterstützung anbieten und das Thema Suizid aus der Tabuzone herausholen. Das ist auch der Ansatz der "Woche für das Leben 2019". Die Initiative der katholischen und evangelischen Kirche Deutschlands steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Leben schützen. Menschen begleiten. Suizid verhindern". In "STATIONEN" kommen Opfer, Hinterbliebene, Rettungskräfte und Seelsorger zu Wort.

Der Suizid seines Lebenspartners war der Auslöser für ein ungewöhnliches Projekt: Mario Dieringer zieht durch die Welt und pflanzt „Trees of Memorys“, also Bäume der Erinnerung. Jeder Baum steht für einen Menschen, der gegangen ist. Mario Dieringers Ziel ist es, seinen Verein Trees of Memory e.V. voranzubringen, der sich um Hinterbliebene kümmert und Suizidprävention leisten möchte.

2. Gewinner des Dein-Weg-Awards ist TREES of MEMORY

Ich bin wirklich unfassbar happy und auch ein klein wenig stolz, dass wir so weit gekommen sind.
Vielen Dank für alles. Das wird ToM einen großen Schritt nach vorne bringen. 

Zitat der Website 

"In gewohnter Weise hat am 9. Januar 2019 eine unabhängige Jury aus allen Einreichungen für #DeinWeg die 20 Finalisten für das Online-Voting ausgewählt. Bis einschließlich 23. Februar 2019 konntet ihr für eure drei Favoriten abstimmen. Jetzt stehen die Gewinner fest. Herzlichen Glückwunsch!

Platz 1 und damit der Hauptgewinn in Höhe von 5.000 Euro geht mit 1.701 gültigen Stimmen an Ricarda Wullenkord für ihre sehr persönliche Geschichte und das daraus entstandene Projekt »Schmetterling MIKA«.

 

Auf Platz zwei schaffte es Mario Dieringer mit seiner ebenfalls sehr berührenden Story »Trees of Memory« (1.040 Stimmen). Er erhält 2.500 Euro zur Weiterverfolgung seines Projekts.

 

Den dritten Platz belegt mit insgesamt 768 Votes Madlen Rohr mit ihrer Gründungsidee zu »Fyndery« (1.000 Euro).

 

Die Plätze 4 bis 10, für die es ebenfalls noch einen Geldpreis gibt, lauten wie folgt:

Platz 4: Melanie Rödel »Die Khala Story« (500 Euro)

Platz 5:  Laura Ludwig »Ein Museum für Werte« (500 Euro)

Platz 6: Thomas Paschen »#30yearsofsleep« (400 Euro)

Platz 7: Grace Karanja-Nurek »Ein Traum vom sauberen Klo« (400 Euro)

Platz 8: Nils Enders-Brenner »Lass‘ uns reden« (400 Euro)

Platz 9: Marcus Stein »Magic to the world« (400 Euro)

Platz 10: Sandra Wolf »Acker sucht Bauer« (400 Euro)
 

Wir bedanken uns bei allen, die mitgemacht haben, und wünschen ihnen für den weiteren Weg alles Gute."

Einen Baum für Bruno Baum erinnert an verstorbenen Sohn

WESSELING -

Für ihren Sohn Bruno, der sich in 2017 das Leben nahm, pflanzte Gaby Kalkofen am Entenfang einen Baum. Hilfe bekam die Wesselingerin dabei von vielen Bewohnern der Stadt, die sich dafür einsetzten, dass Kalkofen den Baum setzen durfte, und natürlich von Mario Dieringer (Foto), dem Gründer von „Trees of Memory“.

Einfach da sein und die Trauer aushalten

ODENWALD-TAUBER.„Suizid ist einfach ein Tabu.“ Iris Pfister weiß das aus eigener Erfahrung. Vor drei Jahren hat ihr Sohn seinem Leben ein Ende gesetzt.

Auch wenn die Wunde nicht verheilen wird und sie selbst nie mehr so sein wird wie vor dem Tod des Sohnes, will sie anderen helfen, die einen geliebten Menschen durch Suizid verloren haben. Im vor einem Jahr gegründeten Verein „Trees of Memory“ ist die Boxbergerin nicht nur Schatzmeisterin, sondern auch Patin, um anderen bei der Bewältigung des schrecklichen Ereignisses beizustehen.

24. November 2018 
Autor: Heike von Brandenstein (hvb)

DANN EBEN ANDERS - heisst die Sendung mit Nadine Geldener, die in Berlin mit mir zum thema Suizid aufgezeichnet wurde. Jetzt kann sie auch auf Youtube gesehen werden. Am 15.11.2018 von 18:00 bis 19:00 Uhr berichtet zudem BHeins Radio darüber. Radio Potsdam sendet am 15.11. oder am 16.11.2018 ein Interview mit Geldener und mit einem Ausschnitt der Sendung.

Weitere Informationen auf der Website http://www.dann-eben-anders.de/

 

Warum wirft ein Mann ein erfolgreiches Leben weg, trennt er sich von seinem Besitz und läuft mit einem Handkarren durch Deutschland? Nur, um Bäume zu pflanzen für Menschen, die Suizid begangen haben. Für Mario Dieringer (51) war es der einzige Weg. Der Frankfurter Fernsehjournalist hatte ein abwechslungsreiches und interessantes Leben. So jedenfalls schien es. In seiner Seele sah es anders aus. 


Text von Ludger Heuer

Volksdorf -

Alle 40 Sekunden nimmt sich weltweit ein Mensch das Leben. Auch Mario Dieringers Freund starb durch Selbstmord. In Gedenken an ihn und all die anderen Suizid-Opfer hat der 51-Jährige das Projekt „Trees of Memory“ gestartet. Seit Ende März ist der Mann aus Frankfurt zu Fuß unterwegs. Er will rund um die Welt wandern und Bäume der Erinnerung pflanzen. 15 Jahre lang. Jetzt ist er in Hamburg. 


Text von Wiebke Bromberg

SWR2 Glauben - Tabuthema Selbsttötung - Wie Angehörige danach weiterleben - 1.7.2018

Von Sabine Lutzmann

Alle 47 Minuten nimmt sich in Deutschland ein Mensch das Leben. Das sind im Jahr mehr als 11.000 Selbstmorde. Die Trauer der Hinterbliebenen von Menschen, die freiwillig aus dem Leben geschieden sind, ist eine andere, als die von Angehörigen, die jemanden durch Krankheit oder Unfall verloren haben. Nach dem ersten Schock kämpfen Hinterbliebene oft mit Wut, Scham, Schuldgefühlen und aufgeschobener Trauer. Auch Nachbarn, Freunde und Bekannte reagieren häufig verunsichert und wenden sich ab. Über einen Suizid wird häufig nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Er gilt immer noch als ein gesellschaftliches Tabu und ist für die trauernden Angehörigen ebenso eine Herausforderung wie für Seelsorger und Psychologen.

WILDESHAUSEN Ein paar Mal klingelt es an diesem Nachmittag bei Anja Spörel an der Tür. Freunde kommen vorbei, umarmen sie, bringen Blumen mit. Alle sitzen in der Küche um einen Tisch herum und plaudern. Der Himmel draußen ist grau. Als Mario Dieringer sein Tablet zu sich zieht und einen Text öffnet, wird es still. Der Grund, weshalb sie alle hier sitzen, bei Anja Spörel am Tisch, ist im Grunde ein trauriger.
Text von Verena Sieling

"Borgholzhausen-Westbarthausen.Den Begriff Selbstmord mag Mario Dieringer nicht. „Sagen wir lieber Suizid", schlägt er vor. »Selbsttötung« bedeutet das. Der Tag, an dem Mario Dieringer sich selbst töten wollte, war der 28. Dezember 2014. „Morgens um 8", präzisiert er. In letzter Sekunde wurde er gerettet. Für seinen Lebensgefährten, „die Liebe seines Lebens", kam Ostern 2016 jede Hilfe zu spät...."

RTL - TV Beitrag: Trees of Memory: Bäume pflanzen im Gedenken an Suizidopfer - 19.04.2018

".... Vor zwei Jahren änderte sich Marios Leben komplett, als sich sein Partner Jürgen das Leben nahm. Kurz zuvor hatten sich die beiden gestritten, Mario brauchte Abstand, machte sein Handy aus. 4 Tage später der Schock. 120 Sprachnachrichten von Jürgen. "Die letzte Sprachnachricht war: Das ist der letzte Kuss für dich." - Jürgen hatte sich 2 Tage zuvor das Leben genommen..."

SELBSTHILFE, AUS DER BÄUME WACHSEN – MARIO DIERINGER VON TREES OF MEMORY

Ein Baum für einen verlorenen Menschen – Mario Dieringer wandert mit dem Projekt Trees of Memory durch die Welt und pflanzt Bäume in Erinnerung an Menschen, die ihrem Leben ein Ende gesetzt haben. Einer dieser Bäume wächst jetzt auch in Fulda. 

Und plötzlich war er nicht mehr da: Als Marios Partner sich das Leben nahm, brach der 51-Jährige zusammen. Es war das Ende eines langen und schweren gemeinsamen Weges. Ein Kampf gegen die Depression, mit Selbstzweifeln und um sich selbst. Ein Ende, das Mario mit Schuldzuweisungen und tiefer Trauer zurückließ.

Autorin: Mariana Friedrich 

18.04.18 - Alle 40 Sekunden nimmt sich ein Mensch das Leben. Das macht im Jahr eine Million Menschen, die zehn Millionen trauernde oder traumatisierte Menschen zurücklassen. Mario Dieringer hat einen geliebten Menschen verloren - und sich geschworen, ein Zeichen zu setzen: Bäume der Erinnerung sollen ein Bewusstsein für Depression und Suizidalität schaffen. Am Dienstag wurde in Petersberg ein Zeichen fürs Leben gesetzt. Von Marius Auth

Petersberg – Von Svenja Müller – Frühlingshafte Temperaturen, die Sonne scheint und dennoch ist die Stimmung etwas getrübt – Mario Dieringer und Uli Steinmetz stehen im Garten, sprechen rührende Worte und pflanzen gemeinsam einen Baum. Er soll an Achim erinnern, der sich vor 18 Jahren das Leben genommen hat. Deutschlandweit pflanzt Dieringer im Rahmen des Projekts „Trees of memory“ Bäume, um Suizid-Opfern zu gedenken.

".... Wie kommt er klar mit dieser Schuld? Denn Schuld ist ein elendes Gefühl. Sie lastet schwer auf uns und ist mit viel Scham verbunden. Weshalb wir lieber nach Ausreden suchen, statt uns der eigenen Schuld zu stellen. Wie komm ich klar mit meiner Schuld? Philipp Engel macht sich auf die Suche nach Antworten....Schnell wird klar… egal wie groß die Schuld ist. Sie quält uns und es braucht viel Mut, sich der eigenen Schuld zu stellen."

RHEINHESSEN - Laufen, einen Baum pflanzen, weiterlaufen, pflanzen. Durch 60 Länder und über 75 000 Kilometer. Das hat Mario Dieringer sich vorgenommen. Um neues Leben entstehen zu lassen, um die Erinnerung an Menschen wachzuhalten, die ihre Hoffnung und den Kampf gegen die Depression verloren und ihrem Leben ein Ende gesetzt haben, und um den Hinterbliebenen einen Kraft-Ort zu geben.

Ein Prozess des Loslassens

Autorin: Beate Nietzel

Aus Mario Dieringers Schicksalsschlag wird ein Lebensprojekt. Der Suizid seines depressiven Lebenspartners gab ihm Anlass das Projekt „Trees of Memory – Mario läuft“ ins Leben zu rufen. Daran geknüpft ist Marios Fußweg um die Erde, auf dem er Bäume der Erinnerungen für Verstorbene pflanzt. Der gleichnamige Verein setzt zudem unterschiedliche Projekte zur Suizidprävention um.

Autorin: Romy Stein

Coburger gedenken Suizid-Opfer

Ein bewegender Gottesdienst in der Morizkirche erinnert an Suizid-Opfer und will Hoffnung schenken.

Tabuthema Suizid: Der Mann, der Bäume für die Toten pflanzt (Berliner Zeitung, 23.03.18)

Begonnen hat alles mit der Liebe. Als Jürgen im Sommer 2014 zum ersten Mal durch die Tür kommt, verliebt sich Mario Dieringer in ihn. „In seinen Armen stand für mich die Welt still“, sagt er, „bei niemandem zuvor habe ich mich so ruhig gefühlt.“ Mario Dieringer fühlt sich angenommen wie nie zuvor in seinem Leben. 

Einmal um die ganze Welt: Mario Dieringer will rund um den Erdball Bäume für Suizidopfer pflanzen und Mut zum Leben machen. Den ersten Baum pflanzt er in Frankfurt.

Kann man schuldig sein am Selbstmord eines Angehörigen?

Wie lebt man mit Schuld? Und wann ist eine Schuld getilgt? Das "Nah dran"-Magazin im April geht diesen Fragen nach, erforscht die Haltung dreier Weltreligionen dazu und befragt Menschen, die mit Schuldgefühlen leben. Auch ein Pfarrer i.R. kommt zu Wort, der durch seine Erlebnisse nicht vergeben kann.

Nach dem Selbstmord seines Partners will er Bäume pflanzen (Ev. Kirche Hessen, 18.10.16)

Mario Dieringer war am Boden. Kurz nach Dieringers eigenem, gescheiterten Suizidversuch nahm sich sein Partner das Leben. Es folgte eine schwere Phase mit der Frage, ob er es nicht hätte verhindern können. Nun schöpft er mit seinem Projekt „Footpath of Life“ neue Kraft.

Trees of Memory – Baumpflanzungen für Suizidopfer weltweit

Ab dem 27. März wird der Frankfurter Dozent Mario Dieringer um die Welt zu laufen und Bäume zum Gedenken an Suizid-Opfer pflanzen. Mit diesem Projekt will der 50jährige international auf die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten für Depressionen und die ansteigenden Suizid-Zahlen aufmerksam machen: „In Deutschland ist der Suizid bei unter 25-Jährigen Todesursache Nummer Zwei und bei Senioren steigen die Zahlen rasant an. Weltweit tötet sich alle 40 Sekunden ein Mensch.“

Mario Dieringer pflanzt Bäume gegen die Trauer (NWZ, 10.09.16)

Nach einem Suizid stehen Angehörige hilflos und allein da. Mario Dieringer, der seinen Freund verlor, entwickelte selbst Suizidgedanken. Aber ein Gedanke war stärker: Dieringer will das Tabu brechen, das Schweigen trauernder Angehöriger beenden. Dafür gibt er sein altes Leben auf.

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