Eine Nachricht die Mut macht

07/08/2018

 

Ab und an werde ich in Zukunft Nachrichten veröffentlichen, die wie ich finde, durchaus auch Mut machen. Danke, dass ich es veröffentlichen darf. :-) 



Hallo Mario,

 

durch Zufall wurde ich soeben in einer hr-TV-Sendung auf Deinen Lebensweg und diese Page aufmerksam. Sehr bewegend und ergreifend alles. Ich kann viele Stationen Deines Lebens nachempfinden, wenn auch aus ein wenig anderer Perspektive.

 

Ich bin 49 Ja., vor 15 Jahren verstarb mein Lebenspartner an Krebs, er war damals 37. Seine Krankheit hat er mir verschwiegen, bis ihm gesagt wurde, er möge seine Dinge regeln. Von dem Moment an wurde ich aufs Abstellgleis geschoben, jeglicher Kontakt unterbunden. Wie ich im Nachhinein erfuhr, um mir die letzten Wochen zu ersparen. Lange Rede - kurzer Sinn: Es folgte mein erster Kontakt mit Depressionen und Suizidgedanken. Ein Jahr später verstarb mein Vater urplötzlich mit 63 Jahren. Ich als einziger Sohn war fortan Halt und Hilfe für meine Mutter, da sich nun alle sog. guten Freunde endgültig von uns abwendeten. Verstärkte Depressionen und vermehrte Suizidgedanken habe ich durch Arbeit (55-70 Stunden pro Woche) kompensiert. Ende 2014 habe ich die Reißleine gezogen und meinen Job gekündigt, da psychisch und physisch das Ende erreicht war. Es folgten Monate mit Psychopharmaka und zugegeben war zu der Zeit das Wort Alkohol mir mehr als geläufig. November 2016 die Quittung: Schlaganfall. Leider nicht heftig genug, dachte ich. Nach Reha usw. halbwegs wieder hergestellt im Juli 2017 der nächste Tiefschlag: Ein geplatztes Gehirnaneurysma. Nach OP und 10 Wochen Reha - es war immer noch nicht heftig genug. Ich wurde im Okt. 2017 entlassen, natürlich im Rollstuhl. Weihnachten war es dann so weit. Bis zum Balkongeländer (4. Stock) hatte ich mich schon gequält. Wäre meine Mutter nicht vorbeigekommen, ich hätte den Weg abwärts genommen.

 

Heute bin ich Dank der Hilfe fähiger Ärzte, neuer Freunde, meiner Mutter und einer geänderten Sichtweise auf das Leben so weit, dass ich meine derzeitige Situation angemessen verarbeite und die Hoffnung nicht aufgebe, irgendwann wieder ein annähernd "normales" Leben zu führen, wie lange es auch dauern mag. Das Thema Suizid ist für mich abgehakt. 

 

Deine Aktivitäten finde ich großartig. Vielleicht sollte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten auch aktiv werden und ein Buch schreiben oder einen Blog ins Leben rufen....

 

Dir alles erdenklich Gute und....."pass auf Dich auf...."

 

Beste Grüße

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